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10. Kriterien für die Auswahl eines Psychotherapeuten

Wie finde ich einen passenden Psychotherapeuten?

Zuerst sollten Sie sich bei Ihrem Arzt oder einer der Beratungseinrichtungen (Kapitel 9) darüber informieren, welche Therapiemethode für Ihr Anliegen geeignet ist. Von Ihrem Ansprechpartner erhalten Sie meistens die Adressen der Psychotherapeuten, an die Sie sich wenden können. Die Krankenkassen verfügen über Listen, in denen alle zugelassenen Psychotherapeuten mit ihrer entsprechenden Therapieausrichtung aufgeführt sind.
Wichtige Kontaktdaten finden Sie unter:

Nützliche Kontakte

Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK)
Klosterstraße 64, 10179 Berlin, undefinedinfo(at)bptk.de
Tel. 030 2787850, undefinedwww.bptk.de/service/therapeutensuche
mit bundesweitem elektronischen Psychotherapeutensuchdienst
für Erwachsene sowie Kinder und Jugendliche, auch mit Suchfunktion
für die gewünschte Behandlungssprache

Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV)

Herbert-Lewin-Platz 2, 10623 Berlin
Tel.: 030 40050, Fax: 030 40051590, undefinedwww.kbv.de/arztsuche
Auskünfte zu niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten
über die kassenärztlichen Vereinigungen der einzelnen Bundesländer

Bei der Therapeutenauswahl sollten Sie folgende Kriterien bedenken:

  • Eine Psychotherapie beruht auf dem vertrauensvollen Gespräch zwischen dem Patienten und dem Therapeuten. Die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Therapie ist daher der Aufbau einer offenen und vertrauensvollen Beziehung zwischen diesen beiden Personen. Deswegen ist es wichtig, dass zwischen Ihnen und dem Psychotherapeuten die „Chemie“ stimmt. Sie sollten sich von Ihrem Psychotherapeuten angenommen und verstanden fühlen. Wenn Sie den Eindruck haben, ihm nicht alles offen und ehrlich sagen zu können, ist dies ein wichtiges Signal. Nehmen Sie Ihren eigenen persönlichen Eindruck als wichtigstes Entscheidungskriterium für Ihre Auswahl des Therapeuten und überlassen Sie die Entscheidung nicht allein dem Therapeuten oder gar Dritten. Bedenken Sie: Es geht um Ihr Leben, und es sind Ihre Probleme, für deren Lösung Sie Unterstützung suchen. Sie geben einer fremden Person intime Details über sich preis. Daher sollten Sie selbst entscheiden, mit wem Sie sich eine vertrauensvolle Beziehung vorstellen können und entsprechend eine Zusammenarbeit eingehen möchten. Auch wenn Sie glauben, den für Sie geeigneten Therapeuten gefunden zu haben: Bleiben Sie kritisch und machen Sie sich Ihr eigenes Bild.
  • Wenn Sie mit der Suche nach einer geeigneten Therapie beginnen, führen Sie zunächst telefonische Anfragen durch: Schildern Sie kurz Ihr Problem und Ihre Überlegungen, welche Therapiemethode Ihnen sinnvoll erscheint. Bitten Sie den Therapeuten um eine Stellungnahme: Stimmt er mit Ihnen überein? Kann er diese Methode anbieten? Oder kann er Sie mit einem alternativen Vorschlag überzeugen? Fragen Sie den Therapeuten auch ruhig nach seiner Ausbildung. Bereiten Sie sich auf das Gespräch gut vor, und machen Sie sich Notizen.
  • Fragen Sie nach der Wartezeit für einen Therapieplatz. Wenn Ihnen diese als zu lang erscheint, können Sie immer auch einen anderen Therapeuten kontaktieren.

Wenn Sie bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind:

  • Fragen Sie nach, ob der Psychotherapeut seine Leistung über die Krankenkasse abrechnen kann und wie lange diese Therapie voraussichtlich dauern wird.
  • Fragen Sie als nächstes nach einem Termin für ein Erstgespräch. Sie benötigen dafür keine Überweisung von einem Arzt. Sie haben die Möglichkeit, maximal fünf Probesitzungen (sogenannte probatorische Sitzungen) bei einer Verhaltenstherapie und maximal acht Sitzungen bei einer Psychoanalyse in Anspruch zu nehmen. Diese dienen dazu, den Therapeuten näher kennen zu lernen und mit ihm über Therapieziele, Therapieverfahren und den Umfang der Therapie zu sprechen. Danach entscheiden Sie mit dem Therapeuten, ob er eine Therapie bei der Krankenkasse für Sie beantragt. Sollten Sie mit dem Therapeuten nicht zurechtkommen, dürfen Sie bei einem weiteren Therapeuten probatorische Sitzungen vereinbaren. Sofern Sie einen Psychologischen Psychotherapeuten aufgesucht haben, müssen Sie nach Abschluss der probatorischen Sitzungen einen Arzt (dies kann Ihr Hausarzt sein) aufsuchen, um von ihm abklären zu lassen, ob aus medizinischer Sicht etwas gegen eine psychotherapeutische Behandlung spricht (Konsiliarbericht). Sie können direkt mit Ihrer Versichertenkarte zum Psychotherapeuten gehen.

Wenn Sie bei einer Privatkasse versichert sind:

Klären Sie im Vorfeld mit Ihrer Privatkasse ab, ob diese die Kosten für die Psychotherapie übernimmt. Fragen Sie genau nach:

  • Welche Kriterien muss der Psychotherapeut erfüllen: Benötigt er eine Approbation? Muss er bei den gesetzlichen Krankenkassen zugelassen sein?
  • Welche Therapieformen werden anerkannt?
  • Wie viele Sitzungen insgesamt oder pro Jahr werden bezahlt?
  • Welche sonstigen Voraussetzungen müssen vor dem Therapiestart beachtet werden?
  • Benötigen Sie z. B. ein Gutachten?
  • Warten Sie auf jeden Fall die schriftliche Leistungszusage ab, bevor Sie mit der Psychotherapie beginnen.

Wenn Sie die grundsätzlichen Überlegungen angestellt haben, suchen Sie gezielt nach einem geeigneten Psychotherapeuten mit einer Krankenkassenzulassung.

Nützliche Kontakte

Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK)
Klosterstraße 64, 10179 Berlin, undefinedinfo(at)bptk.de
Tel. 030 2787850, undefinedwww.bptk.de/service/psychotherapeutensuche
mit bundesweitem elektronischen Psychotherapeutensuchdienst
für Erwachsene sowie Kinder und Jugendliche, auch mit Suchfunktion
für die gewünschte Behandlungssprache

Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV)

Herbert-Lewin-Platz 2, 10623 Berlin
Tel.: 030 40050, Fax: 030 40051590, undefinedwww.kbv.de/arztsuche
Auskünfte zu niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten
über die kassenärztlichen Vereinigungen der einzelnen Bundesländer